Hochsensibel? Bürde oder Segen?

Hochsensibel
Arian's Lichtarbeit hochsensibel

Ich dachte immer, dass Menschen mit ausgeprägten Hellsinnen zwangsläufig spirituell sein müssen. Ich dachte immer, dass Menschen die spirituell leben, Hellsinne haben. Ich dachte immer, dass hypersensible Menschen gute Menschen sind. Aber all das, was ich mir da zusammen gedacht habe, stimmt überhaupt nicht. Das eine ergibt nicht zwangsläufig das andere und diese Erkenntnis brachte schon eine große Welle Erleichterung mit sich.

 

Hallo Freunde, in diesem Blogartikel erzähle ich euch etwas über den Begriff der Hypersensibilität und warum Hypersensible keine guten Menschen sein müssen.

Was ist eigentlich ein "guter Mensch"?

 

Für mich sind gute Menschen, authentische Menschen. Menschen die sich annehmen wie sie sind und trotz innerer Wut, Angst und Zerrissenheit das beste aus dem Leben machen. Gute Menschen haben auch ihre Probleme, ihre Ängste, ihre Sorgen und viel zu denken. Aber trotz all dieser Dinge sich immer wieder fürs Leben und die Liebe zu entscheiden, macht für mich einen guten Menschen aus. 

 

Hypersensible Menschen, primitiv kurz erklärt:

Hypersensible Menschen nehmen gewisse äußere Reize, wie zum Beispiel Licht, Geräusche, Farben, Gerüche, Geschmäcker deutlicher wahr als die meisten anderen Menschen dieser Welt und verarbeiten diese Reize auch tiefer. Hypersensible empfinden auch die eigenen Gefühle, wie die Gefühle anderer intensiver. Hypersensible denken auch über gewisse Dinge intensiver nach und gehen mit diesen Gedanken tiefer, als andere Menschen, die weniger sensibel sind. Hypersensibilität ist, grob gesagt, einfach nur ein Wort für Menschen die die Umwelt und deren Reize, wie die Reize im eigenen inneren, sowie Gedankengänge deutlicher wahrnehmen oder intensiver spüren. Ich gehe jetzt bewusst nicht näher auf die Definition der Hypersensibilität ein und möchte mit meiner provokant kurzen Erklärung des Begriffs auch niemandem zu nahe treten. Es gibt ganz tolle Bücher, die diesen Begriff wunderbar facettenreich erklären.

 

Ich möchte hier in diesem Artikel die Hypersensibilität etwas genauer betrachten und möchte meinen eigenen Glauben, Hypersenible seien immer gute, höfliche Menschen, sprengen. 

 

Wieso ich eigentlich auf die Idee kam, dass hypersensible Menschen gute und höfliche Menschen sein müssten, geht auf folgende Überlegung zurück. Da Hypersensible mehr empfinden, können sie auch liebevoller mit sich und der Umwelt umgehen, ich verband "intensiveres Fühlen" mit Empathie. Jetzt muss ich meinen eigenen Irrtum einsehen. Nur weil ein Mensch seine Umwelt, sein Denken und seine Gefühle intensiver wahr nimmt, heißt das nicht, dass dies zwangsläufig mit Empathie zu tun hat. Es ist jedoch richtig, dass hypersensible Menschen oft auch sehr empathische Menschen sind. Aufgrund der intensiveren Wahrnehmung ist es aber auch so, dass alle Gefühle intensiver wahrgenommen werden, nicht nur die sogenannten "positiven". Es wird auch Wut und Angst als enorm heftig empfunden, aber ebenso auch Freude wie Liebe. 

Hypersensible Menschen können auch verurteilen, verletzend oder arrogant sein. Nur weil jemand mehr empfindet ist er vor diesen Anwandlungen nicht gefeit, im Gegenteil, sobald ein Mensch sich mit einer Gruppe, oder Schublade identifiziert, kann einiges an Arroganz entstehen und Ausreden für gewisse Dinge in eben jener Schublade gefunden und missbraucht werden. Ein fühlender Mensch, egal ob hypersensibel oder nicht, wird nie immer "gut oder perfekt freundlich" sein. Dafür sind wir zu zerrissen und zu menschlich. Aber wir können, egal wer wir sind, immer öfter versuchen die Liebe Oberhand gewinnen zu lassen und nicht den Hass.

 

Zum Schluss:

Hypersensible Menschen müssen nicht zwangsläufig ausgeprägte Hellsinne haben und sie müssen nicht an Gott glauben. Hypersensible Menschen sind einfach Menschen. Sie können ihre feinen Sensoren nutzen, um ihre Hellsinne zu schulen oder aber sie ignorieren sie wie andere auch. Ihr die ihr nicht hypersensibel seid müsst also keine Angst haben, dass diese Hypersensiblen etwas besonderes sind. Hypersensibilität ist Bürde und Segen zugleich. Es ist wunderbar die Welt so intensiv wahrzunehmen, auf der einen Seite, auf der anderen Seite ist es furchtbar anstrengend, da das eigene innere Erleben, für andere Nicht-Hypersensible, das Denken, das Fühlen und das Verhalten oft nicht nachzuvollziehen ist.


Jeder hat immer die selben Chancen etwas besonderes zu sein, da kommt es nicht auf eine Schublade wie Hypersensibilität, Asperger oder Durchschnittsmensch an. Ob wir unser Leben intensiv leben, oder ob wir es an uns vorbeiziehen lassen, ist unsere eigene Entscheidung.

 

Falls ihr jetzt fragt ob ich als hypersensibel einzustufen bin? Ja das bin ich. Es ist mir aber egal, ich bin wie ich bin und das muss ich nicht benennen. (Auch wenn ich es jetzt in diesem Moment gerade getan habe.) Hypersensibilität ist für mich keine Ausrede gewisse Dinge nicht oder schwerer bewältigen zu können als andere, sondern eine Chance das Leben so intensiv zu leben wie möglich. All meine Gefühle mit eingeschlossen.

 

In diesem Sinne: Was ist für euch ein "guter Mensch" und wäre es nicht besser solche Definitionen los zu lassen?

Was denkt ihr über hypersensible Menschen, bzw. seid ihr welche?

 

Erzählt mal hier in den Kommentaren,

euer Arian.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

"Wir sind manifestiertes Licht, reiner Schöpfergeist, Individualität die sich in unseren Körpern hier auf der Erde präsentiert."

Arian